Outsourcing von offenen Forderungen im Trend
22. August 2006
Im Auftrag von IS Inkasso Service führte die österreichische Gesellschaft für Marketing (OGM) eine Umfrage zum Thema „Inkasso-Dienstleistungen in Österreich“ durch. Basis der Erhebung bildeten 400 Telefoninterviews unter Entscheidungsträgern der heimischen Unternehmenslandschaft.
Sechs Wochen bis zum Zahlungseingang
Ein wesentlicher Teil der Befragung bezog sich auf das Zahlungsverhalten der Kunden: Laut Studienergebnissen halten sich rund 72% an das vereinbarte Zahlungsziel – dieses liegt bei 24,3 Tagen, innerhalb dieses Zeitrahmens sollten gemäß Vereinbarungen die Forderungen bei den Gläubigern eingehen. Tatsächlich dauert es durchschnittlich 17 Tage länger, bis die Gelder überwiesen werden. Das Resümee: Im Schnitt werden Rechnungen erst nach 41 Tagen – also knapp sechs Wochen – beglichen. Eine Verbesserung der zukünftigen Zahlungsmoral ist nicht abzusehen: Jeder Zweite geht von einer Verschlechterung aus – vor allem Bereiche wie Gewerbe sowie Geld, Kredit &Versicherungen. Einzige Ausnahme bildet die Branche Tourismus & Freizeit – sie hofft auf eine etwas positivere Entwicklung.
Umsatzverluste bei knapp 4%
Die Studie zeigt weiters, dass uneingebrachte Forderungen im Schnitt einen Umsatzverlust von 4% verursachen. Vor allem Branchen wie Gesundheit (-10%) und Medien (-8%) sind davon besonders betroffen. Ausnahmen bilden die Branchen Telekommunikation sowie Geld, Kredit & Versicherungen – sie verzeichnen mit jeweils 2% die geringsten Ausfälle. Wenn es um die zukünftige Entwicklung geht, nehmen die Befragten quer durch alle Branchen eine pessimistische Haltung ein: Mehr als die Hälfte schätzt, dass die Verluste aus offenen Forderungen steigen werden, rund 40% rechnen mit keiner Veränderung der gegenwärtigen Situation, nur 3% sehen eine Verbesserung, so die Studienergebnisse.
Trend zum externen Spezialisten
Die Umfrage untermauert, dass eine organisierte Einbringung offener Forderungen ein unverzichtbares Instrument für das wirtschaftliche Fortbestehen eines Unternehmens ist. Ob dafür ein Inkassobüro beauftragt wird oder das Unternehmen die Forderungen selbst einbringt, darüber ist man geteilter Meinung. Derzeit vertrauen bereits mehr als die Hälfte (65%) auf das Know-how der Inkassounternehmen.
Tendenz steigend: Rund ein Drittel jener Befragten, die bereits ihr Inkasso auslagern, plant zukünftig verstärkt auf das Fachwissen externer Spezialisten zurückzugreifen.





















